Start   Angebote      Showroom     
Kontakt/
Impressum
Einführung | Qi Gong | Tuina

Stile - Einführung

Der Zahl der in China praktizierten verschiedenen Stile des Wushu lässt sich kaum schätzen. Ähnlich den verschiedenen Dialekten einer Sprache haben sich in China eine Vielzahl von individuellen Stilrichtungen und Schulen herausgebildet, die sich alle mit dem Thema Mensch, Bewegung und Zweikampf beschäftigen. Dabei sind die erstaunlichsten Bewegungslehren und -methoden entstanden.

In einer sehr groben Einteilung ist von mindestens 100 verschiedenen Schulen und einer Vielzahl individueller Stilrichtungen auszugehen.

Um die Stilrichtungen zu kategorisieren, hat man eine Unterscheidung in Nord und Süd (Bei Quan / Nan Quan) vorgenommen. Das ist tatsächlich zunächst geografisch gemeint, nämlich Stile, die nördlich bzw. südlich des Yangtze Flusses (chang jiang) praktiziert werden. Daneben hat sich die Redensart „nördlicher Fuß – südliche Faust“ herausgebildet und verweist damit auf einen häufigen charakteristischen Unterschied zwischen beiden Stilrichtungen, nämlich eine Betonung von Tritttechniken und Schrittarten in den nördlichen Stilrichtungen und von festen Ständen und Handtechniken in den südlichen Stilen. Aber Achtung: mit dieser Regel ist nur eine weitere Unterscheidungshilfe gemeint. Es bedeutet keinesfalls, dass in nördlichen Stilen die Handtechniken vernachlässigt oder in südlichen Stille die Tritttechniken weggelassen werden.

Ein bekannter Vertreter der südlichen Stile ist beispielsweise das in Deutschland sehr populäre Wing Chun (Yongchun Quan) oder auch das Choy Li Fut.

Zur Familie des Bei-Quan (Nord-Faust Boxen) gehört u.a die bekannte Shaolin Schule und daneben Stile wie u.a. Fanzi Quan, Tongbi Quan, Chuo Jiao oder auch Baji Quan.

Allerdings gibt es noch eine dritte Kategorie von Stilen, die sich auch nach der Unterteilung in Nord und Süd nicht richtig zuordnen lassen, wie z.B. die populären Stile des Taiji Quan, des Chang Quan (Lang-Faust Boxen), XingYi Quan (Form und Bewußtsein Boxen), des Bagua Zhang (Acht-Trigramme Boxen), des Zui Quan (Betrunkenen Boxen), Tierstile wie Hou Quan (Affenstil) oder Ying Zhuan (Adlerklaue) oder auch das akrobatische Ditang Quan und viele mehr.

Bedenkt man, dass sich jeder dieser Stile weiter in individuelle Ausrichtungen verschiedener Schulen unterteilt und sowohl waffenlose als auch Waffentechniken beinhalten, wird schnell klar, dass ein Leben nicht ausreicht, um alle Stile zu lernen und insgesamt ein nahezu unendliches Universum an verschiedenen Stilen der chinesischen Kampfkunst besteht.

Der große Wert aller Übungsformen liegt dabei in der einzigartigen Kombination von Gesundheitsübungen, Kampf und Selbstverteidigung, Training von Körper und Geist und Kunst. Das große Universum der chinesischen Kampfkunst bietet dabei eine Vielfalt von Bewegungsmethoden für alle Ansprüche und jedes Alter.

 

"Kein Tag soll ohne Leistungen verbrachtet werden, denn die Jugend erlebt man nicht zweimal."
Chin. Sprichwort

 

[Seitenanfang]